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Kiara › Ratgeber für Eltern

Wie viel Bildschirmzeit ist für Kinder von 3 bis 7 Jahren in Ordnung?

Die Frage „Wie viel ist zu viel?“ hat selten eine einfache Antwort, aber für Kinder im Vorschulalter sind die Empfehlungen ziemlich klar.

Genauso klar ist: Minuten sind nur ein Teil. Es zählt auch, was das Kind am Bildschirm tut und ob jemand dabei ist.

Was die Empfehlungen sagen

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt in ihren Leitlinien von 2019 für Kinder von 2 bis 4 Jahren höchstens eine Stunde sitzende Bildschirmzeit pro Tag, und weniger sei besser.

Die American Academy of Pediatrics rät für Kinder von 2 bis 5 Jahren zu höchstens etwa einer Stunde hochwertiger Inhalte täglich, am besten gemeinsam mit einem Erwachsenen. Bei älteren Kindern liegt der Schwerpunkt auf verlässlichen Regeln, die Schlaf, Bewegung und Spiel nicht verdrängen.

Bildschirm ist nicht gleich Bildschirm

Ein Zeichentrickfilm, der von selbst weiterläuft, ein Spiel, das endloses Tippen belohnt, und ein Bilderbuch, das Eltern und Kind zusammen lesen, sind nicht dasselbe, auch wenn alles als Bildschirmzeit zählt.

Gute Inhalte haben ein Ende, schieben das Kind nicht zum nächsten Video und lassen Raum für ein Gespräch.

Gemeinsam ist besser als allein

Dieselben WHO-Leitlinien empfehlen für Sitzzeiten ausdrücklich Vorlesen und Geschichtenerzählen mit einer Bezugsperson. Ein Bildschirm neben einem Elternteil, das fragt „Wo ist der Teddy wohl hin?“, wird zum Gespräch.

Das muss nicht jedes Mal sein. Aber je jünger das Kind, desto mehr lohnt es sich, dabeizusitzen.

Regeln, die halten

Regeln fallen leichter, wenn sie an einen Moment gebunden sind statt an die Uhr: eine Geschichte nach der Kita, nichts am Esstisch, nichts in der letzten Stunde vor dem Schlafen.

Das Schwierigste ist nicht der Anfang, sondern das Ende. Inhalte, die von selbst enden, machen es Eltern und Kind leichter.

Anzeichen, dass es zu viel ist

Das Kind kann das Gerät kaum weglegen und ärgert sich jedes Mal, der Bildschirm verdrängt Spielen draußen und Schlaf, oder das Kind verlangt danach, sobald ihm langweilig ist.

Dann helfen nicht nur weniger Minuten, sondern auch andere Inhalte und mehr gemeinsame Zeit ohne Bildschirm.

Kiara ist ein Bildschirm, aber einer mit Ende: Eine Geschichte dauert ein paar Minuten, nichts läuft automatisch weiter, es gibt keine Werbung, und am schönsten ist sie gemeinsam gelesen.